Schneeschuhwandern im Wallis

Okt 28, 2015 | Allgemein, Vallis, Wallis |

Schritt für Schritt durch das winterliche Wallis


Um uns herum pures Weiß. Soweit das Auge reicht: Schnee, Schnee und nochmals Schnee, der jeden unserer Schritte dämpft. Feine Nebelwölkchen, die wie Brautschleier in der Sonne glitzern, werden vom leichten Wind zu uns herübergetragen, verflüchtigen sich schon bald – und wir passieren einen verwunschenen Märchenwald. Strahlender Sonnenschein spielt im schneegepuderten Astwerk der Bäume, glitzert auf den unberührten, weißen Teppichen. Und darüber ein herrliches Himmelsblau. Mit Schneeschuhen, die wir an unsere Stiefel geschnürt haben, wandern wir im Kanton Wallis rund um das französischsprachige Dorf Champex-Lac. Ein Postkartendorf, das auf 1470 m.ü.M. an einem zauberhaften Alpensee liegt. Unterwegs auf den unterschiedlichsten Kurz- und Langwanderstrecken, die durch das Wallis führen, laufen wir im gleichmäßigen Schritttempo durch das glitzernde Weiß. Weit und breit niemand zu sehen ist. Wir, das sind meine Frau Rita, mein Sohn Aaron und unser Guide Gaetan Tornay, der in diesem traumhaften Landstrich als Direktor des Schweizer Tourismusbüros tätig ist. Das Laufen mit den Schneeschuhen empfinden wir – in diesem winterlichen Wunderland – als eine ideale Form der Fortbewegung. Ganz unbeschwert sind wir im tiefen Pulverschnee unterwegs, stapfen lustvoll durch das lockere Weiß und denken zuweilen an die Trapper, die einst im Hohen Norden Alaskas mit ähnlichen Schneeschuhen – allerdings aus Holz mit Tiersehnen-Bespannung – unterwegs waren. Schon früh am Morgen haben wir ohne Probleme die farbigen Schneetreter angelegt. Nur wenige Handgriffe sind nötig, damit die Schneeschuhe fest und sicher an den Stiefeln sitzen. Auch das Gehen mit den Schneeschuhen ist ganz einfach. Wir brauchen nur ein, zwei Kilometer, dann haben wir begriffen, wie die Schneeschuhe – ohne zu stolpern – kräftesparend im Schnee aufgesetzt werden. Schneeschuhwandern im Wallis

Dann treibt uns die Bewegungslust voran – und wir genießen die grandiosen Landschaften und die herrliche frische Luft im Walliser Schneeland. Es ist ein wunderbares Gefühl, ein einzigartiger Seinszustand, der Natur – beim stetigen Vorwärtsschreiten – ganz nahe zu kommen. Durch verschneite Wälder und über unberührte Hügel aus Pulverschnee geht es mal rauf, mal runter, vorbei an kleinen Flussläufen, wo aus tropfendem Wasser und Temperaturen unter null bizarre Eisgebilde entstanden sind. Die glänzenden, himmelblauen Eiskristalle wirken zuweilen wie Natur-Kunstwerke, als hätten kleine Feen mit winzigen Werkzeugen ihren Phantasien freien Lauf gelassen. Hin und wieder machen wir eine Rast. Dann wischen wir den Schnee von einem Felsen oder einem umgestürzten Baumstamm und kramen aus dem kleinen Rucksack einen Apfel, ein Sandwich oder einen Schokoladenriegel. Hinsetzen, schauen, staunen. Wir sehen Bergkulissen im winterlichen Zauber, die wie ein Breitwandfilm wirken. Vor allem rund um den Gipfel des über 2000 Meter hohen La Breya, erleben wir beim Laufen mit den Schneeschuhen absolute Traumkulissen. Mit einem Skilift geht’s von Champex-Lac rauf zur Gipfelregion. Dort schnallen wir erneut die Schneeschuhe an und wandern auf einer jungfräulichen Schneedecke, vorbei an einem faszinierenden Bergpanorama. Alle Gipfel tragen große Schneemützen und leuchten in der Sonne, während die Dörfer in den Tälern wie Puppenstuben wirken. Hier oben – auf 2000 Metern Höhe – ist alles friedlich und absolute Still. Dazu die körperliche Bewegung und die frische Winterluft. Das tut der Seele gut. Hier kann man seinen inneren Akku aufladen.

Achill Moser

Wenn Achill Moser nicht gerade eine Wüste durchwandert und in Multivisionsvorträgen darüber erzählt, schnallt er sich im Winter stattdessen die Schneeschuhe an und genießt die verschneite Landschaft im Wallis. Wenn dann noch gutes Essen und spannende Besuche in Kunstausstellungen dazu kommen, sind er und seine Familie rundum glücklich.

WALLIS – SAAS-FEE

1 Nacht in einem Hotel nach Wahl mit Skipass ab 207,- € pro Person

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