Skigebiet Kleine Scheidegg

Dez 11, 2015 | Allgemein, Bern, Berner Oberland |

Skifahren vor einer grandiosen Bergkulisse


Mit der Wengernalpbahn geht’s in rund 30 Minuten von Grindelwald, dem größten Skiort der Jungfrau-Region, auf die Kleine Scheidegg. Wir steigen aus und schnallen die Ski an, nur ein paar Schritte vom Gleis der Zahnradbahn entfernt, direkt unter den gewaltigen Felsformationen von Drei- und Viertausendern: Eiger, Mönch und Jungfrau – eine grandiose Kulisse zum Skifahren. Zum Einfahren nehmen wir eine mäßig steile, blaue Piste. Der Schnee ist griffig, die Sicht trotz leicht bedecktem Himmel okay.

Das Skigebiet Kleine Scheidegg-Männlichen ist mit insgesamt 110 Pistenkilometern das vielseitigste und größte Skigebiet in der Region. Mittelschwere und einige leichte Pisten locken unterhalb der Kleinen Scheidegg in Richtung Grindelwald-Grund. Die richtige Wahl für Stephie, die wenig Skierfahrung hat, und zudem lange nicht mehr auf den Brettern stand. Mit ihrem Skilehrer carvt sie hier umher und hat Spaß. Mein Guide Annemarie und ich wechseln hingegen auf die andere Talseite. Hier geht’s hinab ins mondäne Wengen, welches auf einer sonnigen Hangterrasse gelegen und autofrei ist. Nach einem kurzen Test für unsere Oberschenkel am Fallboden-Lift lassen wir die Ski laufen.

Dann geht es zum Objekt unserer Abfahrtsbegierde: die Lauberhorn-Weltcup-Abfahrt. Fast 4,5 Kilometer lang, rund 1000 Meter Höhendifferenz, und eine maximale Neigung von 41 Grad. Dahinter verbirgt sich eine Strecke mit sehr unterschiedlichen Passagen, die den Skiathleten in der Hocke alles abfordert. Nur knapp 2:30 Minuten benötigen die Besten – Wahnsinn. Auch mein Adrenalinpegel steigt gewaltig, als wir oben vor dem Starthäuschen stehen. Noch ein kurzer Blick auf das gewaltige Bergmassiv, dann rausche ich los. Nicht in Hockstellung, aber ich versuche, mit langen Schwüngen schnell hinunter zu kommen. Dabei versuche ich vor allem, die Abfahrt zu genießen. Das gelingt mir auf den flacheren Abschnitten ganz gut, zum Beispiel beim „Langtrejen“, einem Flachstück mit langgezogenen Richtungsänderungen. Auf den vielen steilen Passagen (z.B. „Hundschopf“ und Hanneggschuss“) muss ich mein Tempo oft durch Schrägfahrten und dem Querstellen der Ski drosseln. Und manchmal hilft nur der volle Kanteneinsatz: anhalten und nach Luft schnappen. Obwohl ich seit Kindesbeinen auf den Ski stehe und ordentlich trainiert bin. Nach einer guten Viertelstunde sausen wir mit brennenden Oberschenkeln aus dem Zielschuss gen Ziel. Geschafft!

Michael Hirsack

Schwarze Piste, blaue Piste? Wenn Michael Hirsack und seine Partnerin in den Winterurlaub fahren, muss beides möglich sein. In diesem Jahr entscheiden sie sich für Bern-Berner Oberland - der eine auf der Suche nach der steilsten Piste, die andere auch mal nach ruhigen Momenten wie beim Schneeschuhwandern durch die verschneite Landschaft.

Reiseverlauf

Schneeinfos Bern

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