Spezialitäten im Wallis

Spezialitäten im Wallis

Wo es uns im Wallis so richtig geschmeckt hat!


Wenn wir nach einem erlebnisreichen Tag im winterlichen Wallis zurück im Hotel waren, freuten wir uns auf die Schweizer Küche, die ganz ungewohnte Gaumenkitzel bot. Da war zum Beispiel das Restaurant „Pas de L’Ours“ in Crans-Montana, wo meine Frau Rita, mein Sohn Aaron und ich mit ausgesuchten Gerichten verwöhnt wurden. Der Chefkoch Franck Reynaud, der die örtlichen Kostbarkeiten mit großer Leidenschaft und Sorgfalt verarbeitet, überraschte uns mit einem fantastischen Abendmenü, das aus sieben Gerichten bestand. Ob Fleisch, Wild, Fisch und den jeweiligen Gemüsezutaten, alles war fabelhaft. Vor allem begeisterten mich die pikanten Wachteln. Die Präsentation der Speisen war zauberhaft. Ein wahrer Augenschmaus. Nicht zu vergessen die faszinierende Dessert Kreation: Auf einem weißen Teller waren Eis, Schokoladenstäbchen, Heidelbeeren und vieles mehr, zu einem wahren Kunstwerk drapiert. Nicht ohne Grund erhielt Frank Reynaud einen Michelin-Stern und siebzehn Gault-Millau-Punkte, die begehrteste Auszeichnung der Haute Cuisine, neben den Michelin-Sternen. Wallis: Hotels und kulinarische Spezialitäten

Ebenso außergewöhnlich waren die Gerichte im Hotel du Glacier – in Champex-Lac. In diesem traditionellen Haus, das mehr als 100 Jahre alt ist und von Isabelle und Yves Biselex geführt wird, hat es uns an drei Abenden – die wir hier verbrachten – besonders gut geschmeckt. Eine kulinarische Extraklasse waren beispielsweise das Rinderfilet in Rotwein-Kirschsoße, dazu ein leicht überbackenes Kartoffelpüree. Zum Nachtisch wurde ein fantastisches Mousse au Chocolat serviert. Auch hier aß das Auge mit und wurde verwöhnt. Darüber hinaus haben wir erfahren, dass man im Kanton Wallis ganz besonders die traditionellen Gerichte pflegt. Zum Beispiel das Original Schweizer Käsefondue, das Käse-Raclett mit Cornichons und Zwiebeln oder das Nudelgratin Valaisanne: Ein Gericht mit geschnetzeltem Fleisch, Nudeln, Tomaten und Zucchini, das, gut gewürzt, mit geriebenem Käse bestreut und überbacken wird. Noch heute wird im wallisischen Mund auch Safran angebaut, das sogenannte „rote Gold“. Man sollte also nicht versäumen ein Safranrisotto zu bestellen. In einem kleinen Restaurant durfte ich bei der Zubereitung dieses Gerichtes zuschauen: Reis wurde in Bouillon gedünstet bis er glasig war. Dann gab man gerösteten Speck, Schinkenwürfel und geschnittene Tomaten hinzu. Verschiedene Gewürze, darunter Thymian, Pfeffer und vor allem Safran, sorgten für die mediterrane Geschmacksnote. Unbedingt probieren sollte man die Schweizer Weine. Das Weinanbaugebiet ist im Vergleich zu Deutschland sehr klein, ein Großteil der Winzer lebt dabei im Wallis. Die wohl bekanntesten Weine Fendant (Weißwein) und der Dôle (ein Rotwein-Cuvée mit mindestens 51 Prozent Pinot noir). Bei den Wallisern selbst sorgen Weine aus alten, einheimischen Sorten für Begeisterung, etwa aus den Trauben von Petite Arvin, Amigne, Cornalin, Humagne und Resi. Die wenigsten Weine aus dem Wallis sowie der gesamten Schweiz sind für den Export bestimmt. Daher unser Tipp: Genießen Sie die Weine an Ort und Stelle. Wer in das Thema Wein einsteigen möchte: In Sierre im Wallis erfährt man im Walliser Reb- und Weinmuseum alles Wissenswerte. Auch tagsüber, wenn wir auf den funkelnden Skipisten oder auf einsamen Pfaden mit Schneeschuhen unterwegs waren und irgendwann der Magen knurrte, machten wir auf einer urigen Hütte eine kleine Schlemmer-Rast. Im wärmenden Sonnenschein saßen wir dann auf einer sonnigen Panoramaterrasse – mit Liegestühlen und kuscheligen Schafsfellen – und genossen den grenzenlosen Blick über das Gipfelmeer der Walliser Alpen, während wir eine deftige Erbsensuppe mit Räucherspeck und Würstchen aßen oder das leckere Roggenbrot probierten, das auch mit Nüssen und Früchten gebacken wird. Dazu gab es einen einheimischen Käse oder das nach einem Salz- und Kräuterbad luftgetrocknete Trockenfleisch. Solche Zwischenmahlzeiten schmecken in der klaren Bergluft doppelt so gut. Überdies lockten uns die süßen Verführungen. Neben dem Klassiker wie Kaiserschmarrn mit warmen Kirschen oder Kiachln, eine unglaublich geschmackliche Germteigspezialiät, die wir mal süß (mit Preiselbeeren) oder pikant (mit Sauerkraut) probierten. Absoluter Höhepunkt war das Schokoladen-Festival in Crans-Montana. Hier wurden vielfältigste Schokoladenkreationen präsentiert, unter anderem von Chocolatier David Pasquiet. Wir sahen unglaubliche Schokoladen-Figuren, die mit großem Geschick hergestellt wurden. Ein unvergessliches Erlebnis für jeden Schokoladen-Fan.

Achill Moser

Wenn Achill Moser nicht gerade eine Wüste durchwandert und in Multivisionsvorträgen darüber erzählt, schnallt er sich im Winter stattdessen die Schneeschuhe an und genießt die verschneite Landschaft im Wallis. Wenn dann noch gutes Essen und spannende Besuche in Kunstausstellungen dazu kommen, sind er und seine Familie rundum glücklich.

Reiseverlauf

Schneeinfos

Powered by: